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Die Geschichte des traurigen Benjamin

05.03.2010

Übermittelt von User: Miss.S

Heute erzähle ich euch die Geschichte des traurigen Benjamin.

Benjamin ist schon ein Rentner unter den Pflanzen. Sein Leben begann vor fast 10 Jahren in der Pflanzenabteilung eines Baumarktes. Eines Tages kam eine Frau die sich auf Anhieb in ihn verliebte und ihm so ein neues Zuhause gegeben hat. Diese Frau war meine Mutter. 4 Jahre lang kümmerte sich diese Frau rührend um ihn, pflegte ihn, besprühte ihn regelmäßig ein wenig mit Wasser, düngte ihn, topfte ihn regelmäßig um und im Sommer wenn es warm genug war, durfte er sogar an die frische Luft. Das gefiel Benjamin wahnsinnig gut. Es wuchs immer weiter, bekam immer mehr kleine Blätter und wurde immer größer. Es ging ihm sichtlich gut und er fühlte sich mehr als wohl. Doch nach 4 Jahren musste sich die Frau schweren Herzens von ihrem Liebling trennen. Platzgründe. Benjamin war zu groß um mit in die neue Wohnung zu ziehen und musste in der alten zurückbleiben. Seitdem kümmerte sich eine andere Frau um ihn: Meine Oma. Die regelmäßige Rundumpflege nahm ab. Kein besprühen mit Wasser mehr, umtopfen nur noch wenn es wirklich nötig war und auch keine frische Luft im Sommer mehr, weil Benjamin einfach zu schwer für meine Oma war. Benjamin begann immer mehr seiner kleinen Blätter zu verlieren. Nach weiteren 3 Jahren nahm ich Benjamin zu mir, da ich in eine neue Wohnung gezogen war und auch den nötigen Platz für einen solchen Riesen hatte. Doch Benjamin war alles andere als begeistert. Trotz regelmäßiger Pflege, umtopfen & düngen gefiel es Benjamin bei mir absolut nicht. Egal welchen Standort in meiner Wohnung ich auch auswählte, es gefiel ihm nicht und immer mehr Blätter verabschiedeten sich in Richtung Fußboden. Vor wenigen Wochen nun tat er mir so leid, dass ich ihm einen weiteren Umzug zu meinem Freund verschaffte. In eine hellere Wohnung. Trotz der Tatsache, dass mein Freund weder ein Gefühl für das Gießen von Pflanzen noch in irgendeiner Art und Weise einen grünen Daumen besitzt, hat sich Benjamin doch ein bisschen erholt. Anscheinend gefällt ihm sein neuer Fensterplatz in der Küche sehr gut. Heute war es nun soweit: Mittags besucht ich ihn mal wieder und befreite ihn aus seinem inzwischen eng gewordenen Topf und ließ ihn in einen neuen Topf ziehen. Einen viel größeren, wo er nun ganz viel Platz hat seine Wurzeln auszubreiten. Zudem bekam er auch eine neue Einrichtung: Vorbei war es mit der gammligen, braunen Erde – Etwas neues, noch nie dagewesenes: hellbraunes steinchenförmiges Substrat füllte seinen neuen Lebensraum. Und um ihn vor den rücksichtslosen Gießattacken meines Freundes zu schützen, bekam er auch gleich noch einen Gießanzeiger dazu. Nachdem ich nun damit fertig war, sorgte ich auch gleich dafür, dass dieser schön Blau leuchtet :-) Nun hoffe ich, mein Freund und meine Mutter, dass es unserem Senior Benjamin bald wieder gut geht und er vielleicht doch nach fast 10 Jahren einen 2. Frühling erlebt. Wenn ja, dann lag es an Seramis, was ihm dazu verholfen hat :-)

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