"Sind das die bestellten Bilder? Ganz schön schwer!"
09.03.2010Übermittelt von User: Merlia
Mit diesen Worten empfängt mich mein Freund, nachdem ich mich müde von der Arbeit nach Hause geschleppt habe.
Klar, sooo schwer können Kunstdrucke gar nicht sein – das Seramis-Paket ist da *jubeljubelfreufreu* Ich bin direkt wieder wach und kann gar nicht schnell genug aus meiner Businesskluft rauskommen. Das Paket öffnet sich quasi wie von selbst und ich betrachte voll Ehrfurcht seinen Inhalt – jaaa, in diesem Moment bin ich doch ein wenig gehemmt… Kann ich meinen Pflänzchen die ich all die Jahre trotz mangelndem grünen Daumen doch irgendwie am Leben erhalten habe, einen solche "Umzug" antun? Wie werden sie reagieren? Bin ich am Ende völlig Pflanzenlos in meinen 4 Wänden?
Ach, egal *tschakka* Es kann nur besser werden!
Es folgt ein Rundgang durch die Wohnung: nun bin ich doch irgendwie erleichtert, dass bald alles besser werden soll – nach genauerer Betrachtung stechen mir fast schon schmerzhaft verschimmelte Erde, wuchernde Wurzeln und braune Blättchen ins Auge. Ich kann gar nicht schnell genug alle Töpfe um mich raffen und endlich loslegen!
Wie sich bald herausstellt ist der schwierigste Teil, die Gewächse aus ihren alten Behausungen herauszukriegen. Meine Gedanken schweifen ab… irgendeine Reportage über Mietnomaden… so ungefähr sieht´s aus, als ich die Pflanzen aus den Töpfen wuchte und teilweise sogar aus ihren Plastikhüllen schneiden muss. Grauenhaft! Schnell die letzten Reste Erde aus den Töpfen und rein mit dem Wunderzeug! Sieht ziemlich edel aus muss ich sagen. Und es riecht nicht. Sehr schön – ich bin begeistert. Da strahlt die Palme in mediterranem Glanz und der Aloe Vera fühlt sich untenrum auch schon viel frischer =)
Nach vollbrachter Tat wandert die alte müffelige Erde direkt in die Tonne und alle Blumen wieder an ihren angestammten Ort. Frisch gebettet, versteht sich! Glückselig schieße ich noch ein paar weitere Fotos und freue mich auf Zeiten ohne lästige kleine Flieglein und Blumengießen mit schlechtem Gewissen, weil schon wieder was am schimmeln ist.
Apropos gießen, das wollen wir hier nicht vergessen zu erwähnen, denn auch das war ein Event: Kännlein gefüllt, den Dünger geöffnet und sich gefreut, dass kein ätzender Geruch den Raum vernebelt und mit der schicken Dosier Technik mühelos das Wasser veredelt. Schnell noch die Gießanzeiger in die Töpfe und ab dafür mit dem kühlen Nass…
Ich wette, meine Kleinen und Großen haben sich noch nie so wohl gefühlt!
Mit dickem Grinsen führe ich meinen Freund durch die Wohnung und muss doch etwas peinlich berührt zugeben:
Es hat mir zum ersten Mal Spaß gemacht, Blumen umzutopfen!
